Im November 2025 und Januar 2026 machte sich der Projektkurs Geschichte der Hermann-Runge-Gesamtschule auf den Weg, die sogenannte Buschhoff-Affäre zu untersuchen. Dabei wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein jüdischer Bürger beschuldigt, einen Jungen ermordet zu haben und dessen Blut für Rituale missbraucht zu haben. Nicht nur lernte der Kurs, wie abstrus die Anschuldigungen waren, sondern auch, wie tief der Antisemitismus in solchen Erzählungen verankert ist, deren Vorbilder weit ins Mittelalter zurückreichten. Für seine Nachforschungen besuchte der Kurs die Stadtarchive in Moers und Xanten als auch das Stiftmuseum Xanten und setzte sich mit originalen Quellen auseinander. Um den Blick auch in die Zukunft zu richten, traf sich der Kurs außerdem noch per Videokonferenz mit „Entschwört e.V.“, die sich um Menschen kümmern, deren Angehörige heutzutage in Verschwörungsmythen aller Art verstrickt sind. Unser Dank gilt den Archivar*innen und den Mitarbeitenden aller Institution für diese tollen Einblicke!